Elternkurs

Von und miteinander lernen

Elternkurs

Der Elternkurs für Mütter und Väter mit psychischen Schwierigkeiten findet seit 2006 als Kooperation der Brücke Flensburg und der Villa Paletti statt.

Unsicherheiten im Alltag mit Kindern werfen für Eltern zahlreiche Fragen auf, Überforderung und Schuldgefühle können die Folge sein.

Doch Eltern müssen und können nicht alles alleine leisten – vor allem nicht, wenn es ihnen nicht gut geht. Sie dürfen Hilfe in Anspruch nehmen und damit zeigen, dass sie verantwortungsbewusst handeln und die eigene Erziehungskompetenz aufrechterhalten, stärken oder erweitern wollen.

Wann könnte der Elternkurs hilfreich für Sie sein?

Wenn eine vorübergehende oder dauerhafte psychische Belastung eines Elternteils den Erziehungsalltag prägt, dann wünschen sich Eltern oft eine einfühlsame und besondere Unterstützung.

Viele psychisch kranke Eltern haben Angst, dass sich ihre Belastung auf die Kinder überträgt und haben den Eindruck, dass es auch manchmal schwierig ist, sich gegenüber öffentlichen Institutionen (etwa dem Jugendamt) zu öffnen.

Der Elternkurs für Mütter und Väter mit psychischen Schwierigkeiten richtet sich an Eltern, die gemeinsam mit ihrem Kind in einem Haushalt leben und deren Kind/er mindestens 2 Jahre alt ist/sind.

Wie gehe ich mit der psychischen Belastung innerhalb der Familie um?

Oft sind nicht nur die Eltern verunsichert: Auch die Kinder sind häufig irritiert und können Symptome nicht einordnen.
Viele Kinder glauben, sie hätten etwas falsch gemacht, weil zum Beispiel „Mama so oft traurig ist“.

Vor allem glauben sie das, wenn keiner mit ihnen spricht, wenn die seelische Belastung in der Familie tabuisiert wird. Daher beraten wir Sie auch zu folgenden Fragen im Elternkurs:

  • Was brauche ich als belasteter Elternteil im Erziehungsalltag?
  • Was benötigen meine Kinder?
  • Wie kann ich meinem Kind erklären, was mit mir los ist?
  • Wo finde ich im Flensburger Raum ergänzende psychosoziale Unterstützung?

Was möchte der Elternkurs erreichen?

Das Kursangebot möchte Sie als Eltern entlasten, indem Sie mit anderen betroffenen Eltern ins Gespräch kommen. So können Sie mehr Verständnis und Vertrauen für sich und auch für Ihre Kinder entwickeln und Möglichkeiten kennenlernen, Ihren Kindern altersgemäß Ihre Erkrankung zu erklären.

Die Kursleiter*innen verfügen über langjährige Erfahrung in den Arbeitsfeldern der Psychiatrie, der Anleitung von Gruppen für psychisch erkrankte beziehungsweise belastete Menschen, in der Erziehungshilfe, der ambulanten Familienberatung und in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Wie können Sie am Elternkurs teilnehmen?

Eine verbindliche Teilnahme an allen Terminen ist Voraussetzung für den Kurs.

Der Kurs selbst ist kostenfrei und findet zweimal im Jahr statt, über 10 Sitzungen hinweg, die jeweils 90 Minuten dauern. In der Regel findet er montags von 9.30 bis 11.00 Uhr statt.

Sie brauchen keine Diagnose oder Ähnliches als Voraussetzung und müssen diese im Kurs auch nicht nennen. Alles, was im Kurs besprochen wird, bleibt dort und wird nicht weitergetragen.